ERFOLGSGESCHICHTEN

Felix Schoeller jr. GmbH & Co. KG, Zellstoff- und Papierindustrie

Projektinhalt

Im Juli 2002 wurde bei Felix Schoeller (Werk Weißenborn) das erste Audit-APCC-System implementiert. Die Audit-APCC-Lösung ist ein Online-System für das Controlling und die Berechnung des Materialverbrauchs. Audit-APCC ist voll in bestehende EDV-Systeme integriert und bietet umfangreiche Funktionen und Auswertungen. Die Hauptfunktion besteht in der Bilanzierung des Materialverbrauchs durch Verwendung von Daten aus Planungs- und Prozesssteuerungssystemen. Diese Kombination ermöglicht die Auswertung von Soll- und Istwerten und somit ein zeitnahes Controlling des Materialverbrauchs. Darüber hinaus meldet Audit-APCC plausible Materialverbrauchsdaten an SAP R/3 zurück. Zusätzlich sammelt Audit-APCC mehr als 400 Prozesswerte pro Minute und speichert sie länger als ein Jahr. Die Prozesswerte werden zu Auswertungszwecken ebenfalls an SAP R/3 zurückgemeldet. Dies bietet eine gute Grundlage für das bessere Verständnis für Prozess - Produkt - Zusammenhänge. 

Audit-APCC wurde zunächst auf der Streichmaschine 5 und der Papiermaschine 4 implementiert und danach auf die Papiermaschine 1 in verschiedenen Projekten ausgerollt.

Hauptergebnisse

  • online Verarbeitung und Bilanzierung plausibler Prozessdaten

  • verbesserte Materialwirtschaft, verbesserte Produktberechnung

  • Verringerung der Materialkosten durch vorausschauende Bewertungen

  • zeitgerechte Verfügbarkeit von Prozess- und Qualitätsdaten

  • verbesserte Datenqualität in SAP R/3

Clariant (Schweiz) AG, Chemikalien

Projektinhalt

Bei Clariant (Schweiz) AG zeigte ein Pilotprojekt die Verwendung von Audit-APCC für die Bewertung von Kostenreduktionspotenzialen.
Im nächsten Schritt wird ein Informationssystem für Prozesssteuerung und Prozessoptimierung realisiert werden. Das System wird die Gesichtspunkte von F&E, Controlling, Produktion und Umweltmanagement kombinieren. Durch die Verknüpfung von SAP R/3 mit Datenquellen mit Prozess- und Umweltdaten wird das System Leistungsindikatoren für die Bewertung von Prozessen und Produkten liefern.

Erwartete Hauptergebnisse

  • erhöhte Produktionskapazität

  • Verringerung der Materialkosten

  • verbesserte Produktberechnung

  • effizienter Nachweis der Übereinstimmung mit der Umweltgesetzgebung

Papierfabrik Scheufelen GmbH + Co. KG, Zellstoff- und Papierindustrie

Projektinhalt

Papierfabrik Scheufelen ist die erste Papierfabrik, in der das neue Audit-System QSIS implementiert wurde. Das Ziel des Projekts in der Papierfabrik Scheufelen war die Einführung eines kompletten Qualitäts- und Prozesssteuerungssystems  entlang der gesamten Prozesskette. Dieses Ziel wurde durch die Kombination von Prozessanalyse, statistischer Analyse und Systemimplementierung erreicht. Neueste statistische Methoden werden verwendet, um Aufschluss über die Wechselbeziehungen zwischen Prozessspezifikationen und Produktqualität zu geben. QSIS ermöglicht flexible und umfangreiche Auswertungen von Prozess- und Qualitätsdaten. Die Besonderheiten von QSIS sind die kombinierte Auswertung von Prozess- und Qualitätsdaten in einem Trendchart bzw. einer statistischen Analyse sowie die kombinierte Auswertung von Daten von verschiedenen Maschinen innerhalb einer Prozesskette. Ein weiteres Merkmal ist die ständige Überwachung von Leistungsparametern mittels einer leicht anwendbaren Benutzeroberfläche. QSIS wird bei den PM 5 und 6, SM39 und 21 (Streichmaschinen) wie auch den Kalandern eingesetzt.

 Hauptergebnisse

  • Verringerung von Qualitätsausschuss

  • Definition und Überwachung von Schlüsselparametern

  • erhöhte Maschinenauslastung

  • umfangreiche und kombinierte Bewertung von Prozess- und Qualitätsparametern entlang der gesamten Prozesskette

  • erhöhte Effizienz bei der Datenverarbeitung

  • erhöhte Effizienz im Qualitätsmanagement

AT&S Austria Technologie und Systemtechnik AG, Leiterplattenherstellung

Projektinhalt

Bei AT&S, dem europäischen Marktführer bei der Produktion von Leiterplatten, wurde das Audit-Informationssystem, Audit-APCC, welches Prozesskostenmanagement und Umweltmanagement kombiniert, angewandt. Das Informationssystem beruht auf der Bilanzierung von Stoff- und Energieströmen und bringt Daten aus verschiedenen Quellen wie SAP R/3, Prozesssteuerungs- und Umweltsystemen zusammen. Auf das Unternehmen zugeschnittene Indikatoren für Wirtschafts- und Umweltleistung wurden an drei der sechs Produktionsstandorte von AT&S Austria Technologie und Systemtechnik AG eingesetzt.

Hauptergebnisse

  • Verringerung der Materialkosten

  • verbesserte Datenverarbeitung in der Prozesssteuerung

  • Effizienzsteigerungen im Controlling und Umweltmanagement

  • Benchmarking von Prozessen

DI Friedrich Zeman, AT&S AG:

vorher nachher
" ... bisher wurde in Bereichen des Prozesscontrolling Vergangenheits-bewältigung  betrieben." " ... die Reaktionszeit konnte durch den Einsatz von AUDIT auf eine Woche reduziert werden."
" ... Daten standen erst nach einer  Frist von Monaten zur Verfügung." " ... durch maßgeschneiderte Datenverarbeitung kann nun auch diese wesentliche Grundlage zeitnahen Prozesscontrollings genützt werden."
" ... Daten aus prozessnahen Systemen  standen bisher nur Prozesstechnikern zur Verfügung und wurden für Controllingaufgaben nicht genützt." " ... Einsparungen ergeben sich durch reduzierte Materialverbrauche und durch Effizienzsteigerung im Controllingablauf."
" ... die Abweichungen zwischen gleichartigen Prozessen und damit die theoretischen Einsparpotentiale pro Jahr übersteigen die Kosten der Einführung des Infomationssystems."

ThyssenKrupp Steel AG, Stahlindustrie

Projektinhalt

Im Thyssen Krupp Stahlwerk wurde ein Materialmanagementsystem auf der Grundlage von Audit-APCC implementiert. Mit Audit-APCC wurde ein Modell des Stahlwerks erstellt. Dieses Modell hat es ermöglicht, jeden Stoffstrom zu bilanzieren. Das Hauptziel des Systems besteht in der Verbesserung der technischen Effizienz des Stahlwerks. Dieses Ziel wird dadurch erreicht, dass dem Kunden Informationen über Stoff- und Energieströme wie auch Recyclingmöglichkeiten gegeben werden. Audit-APCC unterstützt Controllingprozesse wie auch Genehmigungsverfahren für Anlagen. Das Ziel des zweiten Teils des Projekts ist ein detaillierteres Modell des Werks und die vollständige Integration von Audit-APCC in die existierenden EDV-Systeme. Dies führt zu einer aktuellen Auswertung von Stoff- und Energieströmen wie auch zur Bewertung verschiedener Elemente des Materials (z. B. CO2, C, Zn).

Hauptergebnisse

  • Transparenz der gesamten Stoffströme

  • verbessertes Recyclingmanagement im Sinne einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft (closed-loop system)

  • verbesserte Effizienz in Produktion und Verwaltung